Kurz gesagt: Die Leerstandsquote gibt an, welcher Anteil der Fläche eines Objekts oder eines Marktes nicht vermietet ist. Sie wird meist in Prozent der Gesamtfläche angegeben.
Berechnung
Leerstandsquote = leerstehende Fläche ÷ vermietbare Gesamtfläche. Beispiel mit frei gewählten Zahlen: Bei 2.400 m² Mietfläche stehen 360 m² leer, das sind 15 %. Wichtig ist, ob die Quote nach Fläche oder nach Mieteinnahmen berechnet ist, denn teure und günstige Flächen unterscheiden sich.
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Objekt und Markt unterscheiden
Die Quote des Objekts betrifft die einzelne Immobilie. Die Quote des Marktes (zum Beispiel einer Stadt) beschreibt die Vermietbarkeit. Ein Objekt mit hoher eigener Quote in einem Markt mit niedrigem Leerstand deutet auf Objektprobleme hin, etwa Zuschnitt, Zustand oder Ausstattung.
Abgrenzung zum Mietausfallwagnis
Das Mietausfallwagnis ist ein pauschaler Ansatz für Ausfälle im laufenden Betrieb. Bestehender Leerstand wird dagegen eigens bewertet, indem man für leere Flächen die Dauer bis zur Neuvermietung und die Kosten dafür ansetzt. Mehr dazu im Ratgeber Leerstand bei Gewerbeimmobilien.
Kurzfristig oder strukturell
Kurzfristiger Leerstand, etwa durch Mieterwechsel, lässt sich oft in einigen Monaten beheben. Struktureller Leerstand zeigt, dass die Fläche am Markt nicht nachgefragt wird. Er kann dauerhaft eine niedrigere nachhaltige Miete bedeuten.
Unterlagen und Praxis
Wir brauchen die aktuelle Mieterliste mit Flächen, die Zeiten des Leerstands und Angaben zu bisherigen Vermarktungsversuchen: Anfragen, Besichtigungen, verlangte Miete. Bei Objekten mit längerem Leerstand lohnt sich die Frage, ob die geforderte Miete zu hoch ist oder die Fläche nicht mehr zum Markt passt. Das Gutachten stellt die erzielbare Miete fest.
Häufige Fragen
Ab wann ist die Leerstandsquote kritisch?
Ist ein leerstehendes Objekt wertlos?
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Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.